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Pick by Voice
steigert Lagereffinzenz bei Werkzeughersteller
HAZET legt Kommissionierungs-Turbo ein
Mehr Aufträge bewältigen
und dabei gleichzeitig schneller, kostengünstiger und zuverlässiger
arbeiten. Das waren die ehrgeizigen Ziele, die sich der Remscheider Werkzeughersteller
HAZET nach der Integration seiner externen Bestandslager in das Logistikzentrum
in Heinsberg gesteckt hat. Erreicht werden sollte das durch die direkte
Ankopplung einer intelligenten Lösung für die sprachgesteuerte
Kommissionierung an die Unternehmenssoftware SAP R/3. Der Erfolg ließ
nicht lange auf sich warten. Effizienzsteigerung: Satte 50 Prozent.
Eine schnelle und zuverlässige
Versandabwicklung ist für den Werkzeughersteller HAZET von großer
Bedeutung. Über 5.000 verschiedene Produkte hat das Unternehmen im
Portfolio. Dabei reicht das Angebot von allgemeinem Werkstattbedarf über
hochwertige Drehmomentschlüssel bis hin zu Spezialwerkzeugen. Das
Logistikzentrum in Heinsberg bei Aachen zeichnet sich dabei durch die
kontinuierlichen Verbesserungen des Versands aus. Mit der Wiedereingliederung
der Handelsvertretungen zurück ins Zentrallager mussten dort deutlich
mehr Aufträge, vor allem Kleinaufträge abgearbeitet werden.
Gleichzeitig gab es die Vorgabe, die Effizienz zu erhöhen und die
Kosten zu dämpfen, ohne die Qualität zu beeinträchtigen.
„Da mussten wir uns natürlich was Besonderes einfallen lassen“,
erinnert sich IT-Leiter Dieter Voigt.
Klar war, dass Verbesserungen in der Auftragsbearbeitung neue IT-Prozesse
mit sich bringen würden. Dabei war es allerdings oberstes Gebot nicht,
allzu große Sprünge machen zu müssen. „Was auch
immer käme, es müsste ohne Middleware direkt an unser R/3-System
gekoppelt werden können“, so die Forderungen von Dieter Voigt.
Schritt für Schritt tastete sich das Team vor.
Kommunikation
via Funk
In der ersten Phase bestückten die IT- Spezialisten zunächst
die Kommissionierfahrzeuge mit PCs und Druckern aus, die per Funk miteinander
kommunizieren konnten. Ausgestattet mit Barcode-Scannern machten sich
die Kommissionierer auf den Weg durch die Regale. Die Monitore zeigten
die Versandaufträge an. Mittels Scanner konnte in Echtzeit die Entnahme
der einzelnen Posten aus ihren Fächern erfasst und in SAP R/3 verarbeitet
werden. Die papierlose Auftragsabwicklung war erfolgreich auf den Weg
gebracht.
„Bisher wurden die gedruckten Kommissionierlisten abgearbeitet und
quasi von Hand abgeglichen. Nach der Verpackung folgte das Wiegen, Ausdruck
von Lieferscheinen, Etiketten und Adresslabels. Alles einzelne Arbeitsschritte“,
erinnert sich Dieter Voigt. Heute stehen dem ERP-System quasi sämtliche
Daten wie Gewicht, Anzahl der Waren, Art, Preis durch die Koppelung an
SAP R/3 ohne Zeitverlust zur Verfügung
Nach der Pflicht
kommt die Kür
War die Installation der kabellosen PC-Verbindung eine wichtige Vorarbeit,
so folgte dann mit der Installation von topSPEECH-Lydia® der entscheidende
Schritt zur Steigerung von Effizienz und Qualität. „Wir haben
seither unser Volumen um satte 50 Prozent gesteigert. Und das ohne zusätzliches
Personal oder längere Arbeitszeiten“, freut sich IT-Pofi Dieter
Voigt. Heute wickelt der wickelt der Warenversand durchschnittlich rund
zehn Tonnen Material bei zirka 2.000 Pickpositionen pro Tag ab.
Sprachgesteuerte Daten-Eingabe und -Ausgabe sind nicht neu. Was aber für
HAZET der entscheidende Grund für die Implementierung der Lösung
von topsystem war, ist die hohe Performance in einer lärmbelasteten
Umgebung. Exakt dort spielt „Lydia“ ihre Stärken voll
aus. „Im Büro funktionieren fast alle Sprachsysteme. Im Lager
oder in Produktionsumgebungen hingegen sieht es eher mau aus“, erläutert
Sales Director Andreas Finken von topsystem. Gemeinsam mit SAP ist es
dem Systemhaus gelungen, den Dialog zwischen Mensch und Maschine störungsfrei
zu ermöglichen.
„Beginne
Auftrag“
Am Anfang des Kommissioniervorgangs müssen die Mitarbeiter zunächst
den handelsüblichen PDA aktivieren. Der gehört neben einem hochwertigen
Headset zum topSPEECH-Lydia®-Equipment. Daraufhin melden sie sich
über den Kopfhörer eine Stimme mit der Aufforderung „Bitte
loggen Sie sich ein!“ Das erfolgt durch die Eingabe einer kurzen
ID. „Willkommen, Frau Kleyker“, erkennt und begrüßt
die Stimme die Mitarbeiterin. Und schon geht’s los: „Beginne
Auftrag!“, startet Petra Kleyker die Kommissionierung, worauf „Lydia“
mit der ersten Positionen des Versandauftrags beginnt. Dabei erhält
Petra Kleyker über den Kopfhörer von der Pick by Voice Lösung
die Arbeitsanweisung und wird intelligent während des gesamten Vorgangs
begleitet.
Nachdem Sie die Liste abgearbeitet hat, bringt sie die Waren zur Packstation,
wo umgeladen, gewogen, Pack- und Lieferzettel gedruckt sowie der Adressaufkleber
erstellt wird. Und schon ist der Versandauftrag erledigt. Gleichzeitig
sind alle Daten wie Anzahl der entnommenen, verpackten und versandfertigen
Waren, Gewicht des Pakets, Kundendaten bereits im Warenwirtschaftsmodul
von SAP R/3 verarbeitet worden.
Pick-by-Voice
im Ausbau
Anfangs kam „Lydia“ in einem Testlager mit reduziertem Sortiment
zum Einsatz. Nach kurzer Anpassungsphase verbesserte sich jedoch die Leistung
der Kommissionierer derart, dass das Unternehmen zügig eine Erweiterung
des Systems voran trieb. „Mittlerweile werden gut 3.000 Artikel
mit Pick-by-Voice kommissioniert“, so Voigt. Die Kommissionierer
haben die neue Lösung sehr schnell angenommen und akzeptiert. Zwar
gab es auch nach Inbetriebnahme immer mal wieder kleinere Anpassungen.
Das waren allerdings eher kleinere Geschichten mit überschaubarem
Aufwand. So können heute kundenspezifische Anforderungen direkt bei
der Auftragsbearbeitung berücksichtigt werden. Damit sinkt die Fehlerquote
drastisch. „Wir haben einfach weniger Lauferei, weniger Rückfragen,
und die Informationen zu jedem Auftrag sind vollständig und gut aufbereitet“,
resümiert der IT-Fachmann.
Neben der erhöhten Leistung im Versand bietet die Lösung noch
andere wichtige Verbesserungen. Gerade auch im IT-Bereich. Die direkte
Anbindung von topSPEECH-Lydia® an SAP R/3 und damit die Vermeidung
von Middleware hat ganz praktische Gründe, wie Voigt feststellt:
„Unsere DV-Leute sind in der SAP-Programmiersprache ABAP zu Hause.
Anpassungen können wir selbst vornehmen.“ Wäre Middleware
im Spiel, eventuell auch noch von einem anderen Hersteller als SAP, müssten
externe Fachleute einbezogen und eigene Experten für den künftigen
Support geschult werden. „Das wären alles zusätzliche
Arbeiten und Kosten, die wir mit topsystem vermieden haben“, freut
sich Voigt.
Fazit
Der Einsatz von der Pick by Voice Lösung topSPEECH-Lydia® hat
sich als lohnendes Investment erwiesen. Die Effizienz des Versands konnte
deutlich gesteigert werden. Ab sofort können sich die Handelsvertretungen
jetzt voll und ganz auf ihre primäre Aufgabe, den Verkauf konzentrieren,
anstatt sich um den Abgleich von Lagerdaten kümmern zu müssen.
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